„Die wichtigen Fragen bleiben wach“

 Regionaltreffen unterstützen die Pastoral am Puls

Am vergangenen Montag konnte ich wieder am Regionaltreffen „Pastoral am Puls“ in Herxheim teilnehmen. Es war eine unspektakuläre und zugleich doch überraschend intensive Erfahrung, von der ich gerne kurz berichten möchte.

Um 17 Uhr trafen sich sieben Seelsorger. Gleich zu Beginn wurde ihnen eine Erfahrung geschenkt, die man nur beschreiben kann mit dem Satz, der in der Pastoral am Puls öfter gesprochen wird: „Gott wirkt.“ Als wir uns im Foyer versammelten, tauchte eine iranische Familie auf. Der Mann hatte gerade seine Frau und seinen Sohn vom Flughafen abgeholt. Er schilderte eine abenteuerliche Geschichte, wie er selbst zum christlichen Glauben gekommen war und er mit seiner Familie nun in Deutschland bleiben werde.

Beeindruckt von seinem Glaubenszeugnis begannen wir mit unserem Regionaltreffen. In sieben Durchgängen berichteten wir einander nach einem gleichen Rhythmus, was wir persönlich und in der Seelsorge erlebt hatten:

  • Jeder rollte seine Schriftrolle aus oder holte seine Aufzeichnungen von der digitalen Schriftrolle seines Laptops: Was hat mich in den vergangenen Tagen und Wochen besonders angerührt und betroffen? Welche Erfahrungen konnte ich mit meinem persönlichen „Wachstumsfeld“ in der Seelsorge machen?
  • Nach Rückfragen bekam der Berichtende, im Sinne einer kollegialen Beratung, von den anderen ein Feedback. Subjektive Eindrücke, hilfreiche Hinweise oder auch kritische Anfragen zeigten, wie die anderen den Bericht empfanden.
  • Nach einer kurzen Reaktion auf diese Hinweise durch den, der berichtete, sangen wir jeweils eine spontan gefundene Liedstrophe, die genau zu diesem Bericht passte.

Ich empfand das Besondere dieses Dreischritts darin, dass er getragen war von einer völlig unaufgeregten, aber geistlichen Atmosphäre, in der das gegenseitige Wohlwollen mit Händen zu greifen war.

Besonders nachdenklich machte mich wieder einmal, in welchen Schraubstock von Arbeitsverpflichtungen leitende Gemeindepfarrer eingebunden sind. In der Vielzahl der Aufgaben einen roten Faden und ein besonderes Feld geistlichen und pastoralen Wachstums zu finden, ist gar nicht so einfach.

Umso hilfreicher erweist sich ein solches Regionaltreffen der Pastoral am Puls. Die wichtigen Fragen bleiben wach, werden wieder aufgerufen und vertieft. Und für die, die den Kurs „Pastoral am Puls“ besucht haben, bleibt die „pastorale Schriftrolle“ lebendig.

 

 

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