Ich habe Gott real erfahren – nicht irgendwelche Bibelverse

Zum Tod von Philipp Mickenbecker

Der Tod eines jungen Mannes bewegt Tausende, vor allem Jugendliche. Philipp Mickenbecker war einer der bekanntesten YouTuber und hat seine Fans über viele Monate an seinen eindrucksvollen Glaubensabenteuern und seinem Kampf gegen den dritten Ausbruch von Lymphdrüsenkrebs teilnehmen lassen. Am 9. Juni starb er mit 23 Jahren.

Philipp Mickenbecker kommt hier zu Wort, weil es da eine Ähnlichkeit gibt mit der Pastoral am Puls. Er wollte Gott in seinem Leben, in seiner Krankheit erfahren, ja fühlen. Wir erzählen einander, wie wir im realen Leben das Handeln Gottes erfahren. Genau das tat er, auf Instagram und YouTube. Sein YouTube-Kanal hatte 1,35 Millionen Abonnenten.

Sein Glaube wurde stark durch Erlebnisse. Die waren häufig und „mega“ durch seine intensive Weise zu leben. Meist überraschend, manchmal abenteuerlich. Und immer Erfahrungen Gottes. Sie verbanden sich mit Worten aus der Bibel, die für ihn keine frommen Worte, sondern Realitäten waren. Davon konnte er mitreißend erzählen. Und voll glaubwürdig, trug er doch auf der Brust die tödlich wuchernde Krebswunde, die er auch zeigte.

Auf die Frage, wie er sich heute Gemeinde, Kirche vorstelle, antwortete er: als Freundeskreis, in dem einer dem andern erzählt, welche Erlebnisse er seit dem letzten Treffen mit Jesus hatte. Und der andere mitträgt, die nichts von Gott erfahren.

Es gab ein zentrales Schlüsselerlebnis für seinen Weg, den Gott der Bibel im eigenen Leben zu erfahren. Als sein Glaube noch voller Zweifel war, sagte er öfters in Anspielung auf Elijah, der Feuer vom Himmel herabrief, um den Gott Israels als den wahren Gott zu beweisen: Ja, Gott soll Feuer vom Himmel fallen lassen, dann glaube ich an ihn.

Eines Tages war er so weit, dass sein Glaube keinen Beweis mehr brauchte. Er kniete vor seinem Bett und sagte laut: „Jesus, Ich glaube jetzt auch so an dich! Du musst jetzt kein Feuer mehr für mich vom Himmel fallen lassen.“ Doch tief in ihm blieb die Frage: Würde er es wirklich für mich machen? In diesem Augenblick fiel tatsächlich vor seinem Fenster Feuer vom Himmel. Tief erschrocken wankte er zitternd zum Fenster. Da hatte ein Mann – warum auch immer, es war kein Silvester – Feuerwerkskörper in die Luft geschossen, die vor seinem Fenster niedergingen.

Umringt von seinen Angehörigen und Glaubensfreunden starb er lächelnd. Er freue sich auf Jesus, sagte er.

Über das Zusammenspiel von Ereignissen heute und der Bibel spricht er in diesem Interview im Domradio – ab 38:00.

Kurt Faulhaber


Foto: pixabay.com

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