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Am Pulsschlag 2019
„Als katholische Kirche sind wir in der Situation, den Tatbestand des Kindesmissbrauchs in unsere Identität integrieren zu müssen. Das ist eine persönliche Aufgabe, aber auch eine gemein-schaftliche. Ähnlich wie die deutsche Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg stehen wir vor der Herausforderung, dem Kindesmissbrauch einen Platz in unserem kollektiven Gedächtnis zu geben.“
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Es hat es „in sich“, jetzt wird „Synodalität konkret“, meint Stefan Orth zum Arbeitspapier der Bischofssynode, „Instrumentum Laboris“ genannt. In gut 6 Wochen, am 9. Oktober, beginnt sie, erstmals auch mit Laien. „Eine Fülle von Fragen“ kommen auf den Tisch, mehr als „besprochen, geschweige denn beantwortet werden“ kann. Eine knappe kritische Bemerkung schickt Orth voraus;...
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Was ist „Ahle Worscht“?, fragt überraschend mein Besucher auf dem Markt in Fulda. Er hat den Namen an einem Wurststand gelesen und möchte das von dem Marktmann wissen. Das bedeutet „Alte Worscht“.... Statt eine zu kaufen, will mein Besucher mehr wissen: Dann ist das Rhöner Wurst?
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Wer in die Welt hineinhört, vernimmt unter zahllosen Stimmen einen durchgängigen Schrei. Papst Franziskus macht immer wieder auf diesen Schrei aufmerksam. Denn das Gehör blendet aus, was ständig dröhnt. Dagegen Franziskus: „Der Schrei wird immer lauter.“ Der Schrei der Armen, der Schrei der Migranten, der Schrei der Erde.
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Ist Friedensvermittlung in einem so fragmentierten und so brutalen Umfeld überhaupt noch möglich?, fragt die Moderatorin beim Oslo-Forum im Juni dieses Jahres. An zwei Tagen werden die Kriege und Krisen dieser Welt verhandelt, der ganze Horror in 48 Stunden: Ukraine, Afghanistan, Sudan, Jemen, Somalia, Äthiopien. Es geht um die Frage, ob und wie es möglich...
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Heute hatte ich ein Gespräch mit einem Mann, der sehr wach und kritisch die Entwicklungen in Welt und Politik verfolgt. Und sich engagiert. Mit großem Verantwortungsgefühl, oft auch mit Wut, vor allem mit dem Erleben der eigenen Ohnmacht gegenüber den gewaltigen weltweiten Krisen und dem Versagen der Mächtigen.
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Kentenich hat einen Ansatzpunkt, der Tradition und Reform übergreift. Er betrachtet das Christentum im Wesen nicht als ein Ideengebäude, sondern als einen Lebensvorgang. Als Lebensstrom, der durch die Jahrhunderte fließt. Die geistige Durchdringung und inhaltliche Bestimmung dieser Lebensprozesse ist ein begleitender, meist nachfolgender Prozess, aus dem die „Lehre“ hervorgeht, die aber das Leben selber nie...
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Er hat eine „etwas schräge Position“ (nach seinen eigenen Worten), sagt Widersprüchliches. Ich würde ihn nicht als Gewährsmann für das Ringen zwischen Tradition und Reform hier aufführen, wäre er nicht ein Sprachrohr für Papst Franziskus: der amerikanische Jesuit James Martin.
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Die Bruchstellen zwischen traditionstreuen und reformbestrebten Katholiken sind durch den deutschen synodalen Weg deutlich zutage getreten. Sie werden sich nicht so leicht schließen. Sie könnten zu schwer überbrückbaren Gräben werden. Wie lassen sich Tradition und Reform überbrücken?
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Die Kirche schützen, Schaden abwenden. Das war die Maxime. Gegenüber dem NS-Regime. Schutz der Kirche hatte Vorrang vor einem öffentlichen Protest gegen die Judenverfolgung. Schutz der Kirche hatte erneut Vorrang gegenüber dem Schutz von Kindern und Schwachen vor Missbrauchstätern.
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